Lonneker 1 verliest in Haarlem

Lonneker 1 chancenlos bei 2,5-5,5 Niederlage in Haarlem

Die Vorzeichen für die dritte Runde waren erneut nicht gut. Es gab erneut einige Absagen vor allem von unseren deutschen Mitstreitern. So kamen Gijs und Erik zu ihrem ersten Saisoneinsatz in der ersten Mannschaft.

Unser Gegner bot eine nominell deutlich stärkere Aufstellung auf lediglich Robin am achten Brett war Favorisiert.

Umso überraschender endete die erste Partie pro Lonneker ! Gijs spielte am 5.Brett seinen um 250 Punkten förmlich an die Wand. In einer Superpartie erhielt er zunächst Raumvorteil und drang schließlich mit seinem Springer in die gegnerische Stellung ein und eroberte eine Qualität, der Rest war easy going und wir führten überraschend 1-0.

Einen schlechten Tag erwischte Menno am Spitzenbrett, nach normaler Eröffnung verlor er einen Bauern. Zeitgleich tauschten sich die meisten Figuren ab, so dass schnell ein Endspiel mit je 2 Leichtfiguren auf dem Brett waren. Er kämpfte wacker, aber das Endspiel war nicht zu halten 1-1.

Ebenfalls nicht ins Spiel kam Mart am zweiten Brett, er wurde bereits in der Eröffnung und unkonventionelle Züge überrascht und stand leicht schlechter wegen eines Doppelbauerns. Den konnte er bei der Abwicklung ins Endspiel zwar loswerden, allerdings verlor er zunächst einen späten einen zweiten Bauern und somit war das Turm-Endspiel nicht mehr zu halten 1-2

Das Unheil nahm seinen Lauf als sich auch Erik geschlagen geben musste. Von Beginn an hatte er Probleme alle seine Figuren ins Spiel zu bekommen. Er schaffte es zwar einige Figuren zu tauschen, aber sein schwacher weißfeldriger Läufer wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Nach Verlust des zweiten Bauerns gab er sich im Läuferendspiel geschlagen 1-3.

Die vierte Niederlage kassierte Jokim am vierten Brett. Wie üblich spielte er eine spannende Eröffnung, die sein Gegner allerdings abflachen ließ, wodurch Jokims zu passiv standen und sein König nicht gut aus dem Zentrum rauskam. Nach Qualitätsverlust riskierte er via Harakiri-Angriff noch das unmögliche, doch nach einigen Schachgeboten war es aussichtslos 1-4.

Etwas Hoffnung kam wieder auf als Robin trotz schwieriger Phasen im Mittelspiel in ein gutes Endspiel kam und im Zeitnotduell eine Qualität gewann. Den Vorsprung brachte er sicher nach Hause und sorgte für das 2-4.

Derweil hatte Arno ein miniminimal besseres Endspiel und ich selber ebenfalls noch leichte Gewinnchancen, somit mussten wir beide Risiko gehen.

Leider schaffte es Arno nicht in seiner über weite Strecken superstarke Partie einen Vorteil zu erhaschen. Sein Gegner verteidigte sich zäh. Aufgrund der Mannschaftssituation musste Arno einiges riskieren, leider ohne Erfolg, er überzog sein Endspiel und musste sich sogar noch geschlagen geben 2-5.

Somit war meine eigene die letzte Partie. Nach ordentlicher, brachte mein Gegner ein französisch typisches, aber in der konkreten Stellug inkorrektes Qualitätsopfer. Nach einigen guten Verteidigungszügen konnte ich sogar die Dame gegen L+T gewinnen, so dass ich ein gutes Endspiel mit D gegen S+L+B aufs Brett brachte. Den ein oder anderen Gewinn habe ich dabei leider vergeben. Schließlich schaffte es mein Gegner eine starke Festung aufzubauen. Genau wie Arno durfte ich aber nicht das sofortige remis mitnehmen sondern riskierte ebenso noch etwas. Am Ende als alles vorbei war, gab ich mich schließlich mit Dauerschach und damit mit remis zufrieden 2,5-5,5.

Schade verloren, aber am 13.12. haben wir im Heimspiel gegen Groningen wieder die Chance unsere Heimstärke (100% Siege diese Saison) unter Beweis zu stellen.

Fabian Stotyn